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Europas ÄLTESTES Sonnenobservatorium steht an der Saale: 12 Geheimnisse zwischen Goseck und Halle

Am Rande der Karte

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Europas ÄLTESTES Sonnenobservatorium steht an der Saale: 12 Geheimnisse zwischen Goseck und Halle

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Die Saale läuft 413 Kilometer vom Fichtelgebirge bis zur Mündung in die Elbe bei Barby, und unter ihrem Unterlauf liegt Salz: Vor rund 250 Millionen Jahren verdunstete hier das Zechsteinmeer, an der Halleschen Störung wurde das Steinsalz nach oben gepresst, Grundwasser löst es seither auf. Dazu kommt Löss, der Knochen über Jahrtausende konserviert. Salz zog Menschen an, Löss hielt fest, was sie hinterließen — deshalb liegen an diesem einen Fluss das älteste bekannte Sonnenobservatorium Europas, das älteste Grab Sachsen-Anhalts und die einzigen rein heidnischen Zauberformeln in althochdeutscher Sprache. Bei Goseck zielen zwei Tore eines Ringgrabens von 71 Metern Durchmesser auf Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende um 4800 vor Christus, mehr als tausend Jahre vor den ersten Bauphasen von Stonehenge. In der Domstiftsbibliothek Merseburg liegt der Codex 136, ein Sakramentar des 9. Jahrhunderts, in das im 10. Jahrhundert jemand zwei althochdeutsche Zaubersprüche eintrug — bemerkt hat sie erst Georg Waitz 1841, herausgegeben Jacob Grimm 1842. Am 22. Dezember 1913 brachen Bergleute bei Saalfeld in die dritte Sohle eines aufgegebenen Alaunschieferbergwerks ein und standen vor farbigen Sinterbildungen, die seit 1993 als farbenreichste Schaugrotten der Welt im Guinness-Buch stehen. Unter der Talsperre Hohenwarte liegt Preßwitz, ein 1125 erstmals erwähntes Dorf mit 27 Häusern, heute in rund 40 Metern Tiefe. Im Kurpark von Bad Dürrenberg kam 1934 das rund 9000 Jahre alte Grab einer Frau mit Kopfschmuck aus Rehgeweih ans Licht; bei den Nachgrabungen ab Dezember 2019 fand sich davor eine separate Grube mit zwei Hirschgeweihmasken, niedergelegt erst etwa 600 Jahre später. Dazu kommen Memleben, wo Heinrich I. 936 und Otto der Große 973 starben, eine nie fertiggestellte Schleusentreppe mit Kammern von 85 mal 12 Metern, in der seit 1943 kein Wasser stand, die Familiengräber von Eulau mit dem weltweit ältesten molekulargenetischen Nachweis einer Kernfamilie, ein Pegelstand von 8,16 Metern in Halle-Trotha am 5. Juni 2013 gegenüber 7,00 Metern zwei Jahre zuvor, und zwölf Steinfiguren im Naumburger Dom, deren Bildhauer bis heute namenlos ist. Zwölf Geheimnisse an einem Fluss. Kapitel: 00:00 — Begrüßung 02:32 — Feengrotten Saalfeld 06:24 — Merseburger Zaubersprüche 10:13 — Versunkene Dörfer der Saalekaskade 14:08 — Kreisgrabenanlage von Goseck 17:49 — Halle und die Hallesche Störung 21:33 — Kaiserpfalz Memleben 25:19 — Schamanin von Bad Dürrenberg 29:04 — Schleusentreppe Wüsteneutzsch 33:07 — Familiengräber von Eulau 36:41 — Junihochwasser 2013 40:42 — Burg Giebichenstein 44:23 — Naumburger Meister und Uta Alle Zahlen, Daten und Namen stützen sich auf überprüfbare Belege: enzyklopädische Übersichtsartikel zu Fluss, Grotten, Talsperren, Kreisgrabenanlage, Kanalbau, Burg und Stifterfiguren, die Betreiberseite des Schaubergwerks Saalfelder Feengrotten, die Handschriftenbeschreibung des Projekts Capitularia der Universität zu Köln zum Codex 136 samt philologischer Textausgabe und die städtischen Seiten Merseburgs, die Ortsdokumentation der Gemeinde Hohenwarte zu Preßwitz, Betreiberinformationen des Energieversorgers zur Saalekaskade und ein zeitgenössischer Baubericht aus einem Bildarchiv, die Seiten des Tourismusverbandes Sachsen-Anhalt zur Route Himmelswege und eine astronomische Fachpublikation zur Torausrichtung von Goseck, die Portale der Stadt Halle zur Salzstadt, zum geologischen Lehrpfad und zum Hochwasser 2013, die Museumsdokumentation des Technischen Halloren- und Salinemuseums, Grabungsmeldungen des Fachportals Archäologie Online zu Memleben, Bad Dürrenberg und Eulau, Veröffentlichungen des Europäischen Romanikzentrums der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Presseinformationen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt zur Pollenanalyse und Ausstellungstexte des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, die Baugeschichte des Fördervereins Saale-Elster-Kanal, die Pressemitteilung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zu Eulau und die zugehörige Fachpublikation von 2008, der amtliche Hochwasserbericht des Landesbetriebs für Hochwasserschutz Sachsen-Anhalt mit den Pegelwerten von Halle-Trotha sowie Pressetexte der Vereinigten Domstifter Naumburg zu den Stifterfiguren. Das Bildmaterial dieses Videos wurde mit generativer KI erstellt und dient der Illustration. Die Aufnahmen geben die beschriebenen Ereignisse und Objekte annähernd wieder, sind aber keine dokumentarischen Aufnahmen.