Tagesevangelium 20. September
Beno Kehl
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Tagesevangelium 20. September
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Beno Kehl
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Am 8. September, dem Fest Maria Geburt, folgte ich dem Ruf der Gottesmutter aus Medjugorje: Lest täglich die Heilige Schrift. Als persönliches Geburtstagsgeschenk an Maria entsteht seither diese tägliche franziskanische Impulsreihe. In Wort, Musik und mit dankbarer Hilfe moderner KI schlägt sie eine Brücke von alter spiritueller Weisheit in unser Heute – um das Herz zu öffnen und zum Dienen zu ermutigen.
Produced by Beno Kehl with Gemini & Suno (AI).
Mehr zu Status 3 dem franziskanisch geprägten Weg unter: https://otr.jimdosite.com/
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,35-38
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Eure Hüften sollen gegürtet sein und eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft!
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie.
Im Mittelpunkt dieses Evangeliums steht das treue Dienen der Knechte, die in der stillen Nacht wachen. Doch das tiefste Geheimnis offenbart sich in der unerwarteten Wende: Der allmächtige Herr und Schöpfer selbst zieht das Gewand eines Knechtes an, gürtet sich und dient den Seinen. Gott erniedrigt sich in Jesus Christus, um uns vorzuleben, was wahre Liebe ist. Wo immer uns heute ein Mensch in uneigennütziger Güte begegnet, wird sichtbar, dass Gott bereits in seiner Seele geboren wurde. Gottes eigenes Dienen wird zur Quelle, aus der wir die Kraft empfangen, im Alltag selbstlos für andere da zu sein.
Der Heilige Franziskus von Assisi verstand diese Dynamik zutiefst. Er wählte den Weg der Armut und der kleinen Schritte, um dem dienenden Christus ganz nahe zu sein. Für Franziskus war das Dienen kein Verlust, sondern die Entdeckung eines unerschöpflichen inneren Reichtums. Wer aus dieser göttlichen Fülle schöpft, handelt nicht mehr aus kräftezehrender Berechnung. Wie eine bildschöne Frau einmal treffend bemerkte: Einen echten Diener Gottes kann man gar nicht ausnutzen – denn wer selbstlos liebt, gibt ab aus einer Quelle, die niemals versiegt.
Dieses Bewusstsein schenkt ein neues Verständnis von Arbeit und Mitmenschlichkeit. Wer lernt, aus dem inneren Reichtum Gottes zu dienen, brennt im Alltag nicht aus, sondern erfährt eine tief gegründete, überfließende Freude. Der Schlüssel zu dieser Lebenshaltung liegt jedoch im täglichen Loslassen: Es erfordert die Bereitschaft, die vielen kleinen Tode des eigenen Egos zu sterben – das Zurückstellen von Eitelkeit, Rechthaberei und Selbstbespiegelung. Im Sterben des Ichs wird der Raum frei, in dem Christus in uns Raum greift.
In unserer heutigen Zeit fordert uns der Text heraus, das Dienen nicht als Schwäche, sondern als höchste Freiheit zu begreifen. Wenn wir lernen, das eigene Ego schrittweise loszulassen, wird unser Dienen in der Familie, im Beruf und im Einsatz für die Schöpfung leicht. Es wird zu einem Strahl jener göttlichen Freude, die das Dunkel der Welt erhellt.
Gottes Dienen an uns bleibt das größte Geschenk: Er lädt uns an seinen Tisch, richtet uns auf und schenkt uns die Gnade, verlässliche Boten seiner Liebe zu sein.
Herr, unser Gott, du selbst bist in Jesus zum Diener aller geworden. Wir bitten dich: Schenke uns die Kraft, unser Ego täglich ein Stück mehr loszulassen, damit du in unseren Herzen Gestalt annimmst. Lass uns aus deinem inneren Reichtum so selbstlos dienen, dass unsere Herzen nicht verbittern, sondern von deiner Freude überfließen. Entzünde in uns das Licht der Wachsamkeit für die Menschen um uns her. So segne uns der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.