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Eurotunnel: Das größte technische Wunder unter dem Meer?

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Eurotunnel: Das größte technische Wunder unter dem Meer?

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Der Eurotunnel (französisch: Tunnel sous la Manche) verbindet Folkestone im Vereinigten Königreich mit Coquelles bei Calais in Frankreich unter der Straße von Dover. Mit einer unterseeischen Strecke von 37,9 Kilometern besitzt er den längsten Unterwasserabschnitt aller Tunnel weltweit. Kerndaten und Dimensionen Gesamtlänge: 50,45 Kilometer (davon 37,9 km unter dem Meeresgrund der Straße von Dover). Tiefe: Im Schnitt rund 40 Meter unter dem Meeresboden (tiefster Punkt ca. 75 Meter unter dem Meeresspiegel). Struktur: Drei parallele Röhren – zwei eingleisige Fahrtunnel für den Zugverkehr und eine mittig liegende Serviceröhre zur Belüftung, Wartung und Notfallevakuierung. Eröffnung: 6. Mai 1994 (Bauzeit: 1988–1994). Ingenieurtechnische Meilensteine Tunnelbohrmaschinen (TBM): Elf gigantische Bohrmaschinen fraßen sich gleichzeitig von beiden Küsten aus durch die geologische Schicht des Kreidemergels (Chalk Marl), der sich durch Wasserundurchlässigkeit und gute Stabilität auszeichnet. Historischer Durchbruch: Am 1. Dezember 1990 reichten sich britische und französische Mineure im Servicetunnel in 40 Metern Tiefe die Hände – die erste feste Landverbindung zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland seit der letzten Eiszeit. Die Abweichung der beiden Röhren beim Zusammentreffen betrug weniger als 35 Zentimeter. Logistik und Aushub: Rund 8 Millionen Kubikmeter Gestein wurden abtransportiert. Auf britischer Seite entstand aus dem Abraum das künstliche Küstengebiet Samphire Hoe.