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Stuttgart-Fasanenhof (D), kath. Pfarrkirche St. Ulrich – Einzel- und Vollgeläut

mittagsglocke

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Stuttgart-Fasanenhof (D), kath. Pfarrkirche St. Ulrich – Einzel- und Vollgeläut

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Der Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof im Stadtbezirk Möhringen hat seine Ursprünge in einer Fasanerie der württembergischen Herzöge im 18. Jahrhundert. Die heutige Siedlung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Die katholische Kirche St. Ulrich wurde 1963-66 erbaut und 1967 zur Pfarrkirche erhoben. Im Turm hängen drei Glocken, die allesamt ursprünglich an anderen Orten hingen. Die kleinste Glocke ist eine barocke Leihglocke aus Schlesien, gegossen 1706 von Sebastian und Sigmund Götz in Breslau. Im Stuttgarter Stadtgebiet ist es die zweite Glocke der Gießer, eine weitere, ebenfalls aus dem Jahr 1706, hängt im Turm der Petruskirche in Gablenberg. Beeindruckend ist die filigrane Zier aus Girlanden, Früchten und Vögeln (Wohin passt diese Glocke, wenn nicht zum Fasanenhof?). Bei ihrer Gründung erhielt die Gemeinde St. Hedwig in Möhringen drei Glocken aus Trebnitz (Trzebnica), wo sich das von der hl. Hedwig mitbegründete Kloster und ihre Grabstätte befindet. Die größte dieser Leihglocken wurde der neuen Nachbargemeinde von St. Ulrich zur Verfügung gestellt, während die anderen beiden Glocken in St. Hedwig blieben. Eine hängt dort seit 2012 im Turm und eine dient als Sakristeiglocke. Die nächstgrößere Glocke wurde 1955 bei Alfred Bachert in Heilbronn für St. Bonifatius in Crailsheim gegossen. Als dort beim Neubau der Kirche kein Turm errichtet wurde, kam die Glocke zurück zur Gießerei und wurde von dieser weitergegeben. Die größte Glocke ist auch die älteste Glocke. Sie wurde 1610 von Hieronymus Gesus in Konstanz gegossen und hing ursprünglich in der Pfarrkirche St. Oswald in Herbertingen (   • Herbertingen (D - BW) Die Glocken der Pfar...  ). Auf ihr sind vier Heilige abgebildet: die Gottesmutter Maria, zwei Bischöfe, wahrscheinlich die heiligen Gebhard und Konrad, und der hl. Oswald. Diese Glocke fand wahrscheinlich auch über die Gießerei Bachert ihren Weg zum Fasanenhof. 1:21 Glocke 3 Name: Kleine Glocke (St. Laurentius) Schlagton: des'' Gewicht: ca. 200 kg Durchmesser: 713 mm Gießer: Sebastian und Sigmund Götz, Breslau Gussjahr: 1706 Inschrift: HEDWIGIS MAGDALENA PRVSZAKOWNIN LIES MICH VMBGÜSSEN ANNO 1668. WOZV MICH ABERMAHLEN SVSANNA CATHARINA ABTISSIN ZV TREBNITZ BEFÖRDERT HAT ANNO 1706 ·:· / SEBASTIAN VND SIGMUND GOETZ GOSS MICH IN BRESLAW. 3:41 Glocke 2 Name: Mittlere Glocke (St. Joseph) Schlagton: b' Gewicht: ca. 400 kg Durchmesser: 875 mm Gießer: Alfred Bachert, Heilbronn Gussjahr: 1955 Inschrift: QVI CUSTOS EST DOMINI SVI, IPSE GLORIFICABITVR. 6:01 Glocke 1 Name: Große Glocke (St. Maria, St. Konrad (?), St. Gebhard (?) und St. Oswald) Schlagton: as' Gewicht: ca. 800 kg Durchmesser: 1094 mm Gießer: Hieronymus Gesus, Konstanz Gussjahr: 1610 Inschrift: Auſſ dem fürr Bin Ich Geflosen Jeronimus Gesus zuo Costantz Hatt mich Goſſen / IAC: WITM: PAR: ET · CAM: FRIDERICH · CLOSTERBAVR · AMMAИ · IERG · WECH · И · L · CHRISTA · BREMLIИ ·{SACELLAИ: BAIDE · PFLEGER · C · W · 1 6 1 0 / A · FVLGVRE · ET · TEMPESTATE · LIBERA · ИOS · DӢE · IESV · CHRISTE · AMEИ 8:28 Vollgeläut: Gloria-Motiv Ein herzlicher Dank gilt den Verantwortlichen der Gemeinde für die Ermöglichung der Aufnahme, sowie Tobias für die Organisation und das Schalten.