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Wenn du dich innerlich zerstreut und unruhig fühlst | Tag 11

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Wenn du dich innerlich zerstreut und unruhig fühlst | Tag 11

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CONTAINMENT & DAS NERVENSYSTEM Containment beschreibt das Gefühl, im eigenen Körper gehalten, unterstützt und klar begrenzt zu sein. Wenn dieses Gefühl vorhanden ist, kann dein Nervensystem deinen Körper, seine Position und seine Grenzen deutlicher wahrnehmen. Aufmerksamkeit findet leichter einen Bezugspunkt und das System muss weniger ständig nach außen nach Orientierung suchen. Diese geführte somatische Praxis unterstützt genau diese Form von innerem Halt über körperliche und sensorische Signale. Das kann besonders hilfreich sein, wenn du dich schnell überfordert, zerstreut oder innerlich unruhig fühlst, zu Dissoziation oder Hypervigilanz neigst oder Schwierigkeiten hast, dich unter Stress wirklich im eigenen Körper zu spüren. WARUM INNERER HALT FÜR DAS NERVENSYSTEM WICHTIG IST Aus neurophysiologischer Sicht hängt dieses Gefühl eng damit zusammen, wie zuverlässig das Gehirn Informationen aus dem Körper verarbeitet. Propriozeption liefert Informationen über Position, Gewicht und Bewegung. Interozeption informiert über innere Körperzustände, während das vestibuläre System Orientierung und Gleichgewicht unterstützt. Wenn diese Signale klarer und vorhersehbarer werden, kann das Nervensystem den eigenen Körper präziser einordnen. Dadurch wird es leichter, Aufmerksamkeit zu stabilisieren und eingehende Reize zu organisieren. Fehlender innerer Halt kann sich beispielsweise als diffuse Unruhe, emotionale Überflutung, Taubheit, erhöhte Reizempfindlichkeit oder das Gefühl zeigen, sich selbst kaum wahrnehmen zu können. Gerade bei chronischem Stress oder Trauma kann die innere Orientierung weniger zuverlässig verfügbar sein. DIE WISSENSCHAFT HINTER SOMATISCHEM CONTAINMENT Containment wird vor allem über Bottom-up-Signale unterstützt. Mechanorezeptoren in Haut, Muskeln und Gelenken geben dem Gehirn kontinuierlich Informationen über Druck, Belastung, Bewegung und körperliche Grenzen. Klare und wiederholte sensorische Informationen können dabei helfen, Haltung und Körperspannung besser zu organisieren und die Verarbeitung von Reizen zu stabilisieren. Auch Hirnstamm, autonome Regulation und vagale Signalwege sind an diesen Prozessen beteiligt. Vereinfacht gesagt: Je deutlicher dein Nervensystem wahrnehmen kann, wo dein Körper ist, wo seine Grenzen liegen und wodurch er getragen wird, desto weniger muss es permanent nach zusätzlicher Orientierung suchen. Containment bedeutet deshalb nicht einfach Entspannung. Ein Körper kann entspannt sein und sich trotzdem wenig stabil oder präsent anfühlen. Innerer Halt beinhaltet auch Struktur, Orientierung und genügend Körperspannung, um im gegenwärtigen Moment bleiben zu können. WIE DIESE PRAXIS INNEREN HALT UNTERSTÜTZT Diese somatische Routine arbeitet mit langsamen, vorhersehbaren und klaren sensorischen Informationen. Gewicht, Bewegung und Körperkontakt geben deinem Nervensystem Rückmeldung darüber, wo sich dein Körper befindet und wodurch er unterstützt wird. Manche Menschen bemerken danach mehr Gewicht im Körper, klarere körperliche Grenzen, weniger mentale Unruhe oder einfach ein stärkeres Gefühl, wieder bei sich zu sein. Diese Veränderungen können sehr subtil sein. FÜR WEN DIESE PRAXIS GEEIGNET SEIN KANN Die Routine kann dich unterstützen, wenn du dich innerlich zerstreut, angespannt, überwältigt oder wenig geerdet fühlst. Sie kann auch innerhalb trauma-informierter Nervensystemregulation sinnvoll sein, weil ein ausreichendes Gefühl von innerem Halt eine wichtige Grundlage dafür sein kann, stärkere Empfindungen und Emotionen wahrnehmen zu können, ohne unmittelbar überwältigt zu werden. Bei dieser Praxis geht es nicht darum, einen bestimmten Zustand erzwingen zu müssen. Du gibst deinem Nervensystem klare körperliche Informationen, an denen es sich orientieren und wieder mehr Stabilität entwickeln kann. Wenn dich diese Praxis unterstützt, freue ich mich, wenn du das Video likest, den Kanal abonnierst und es mit jemandem teilst, der heute etwas mehr Halt und Sicherheit im eigenen Körper gebrauchen kann. Instagram: shebreath_official TikTok: sheBREATH Substack: sheBREATH Website: www.shebreath.com Disclaimer: Die Inhalte auf diesem Kanal dienen ausschließlich Bildungs- und Unterhaltungszwecken. Teresa Trieb übernimmt keine Haftung für Verletzungen, Schäden oder sonstige Folgen, die aus der Anwendung der Informationen oder Ratschläge in diesen Videos entstehen können. Mit deiner freiwilligen Teilnahme an den somatischen Übungen erklärst du dich einverstanden, dies auf eigenes Risiko zu tun und die volle Verantwortung für mögliche Folgen zu übernehmen. Es wird empfohlen, vor Beginn der Übungen ggf. eine medizinische Fachperson zu konsultieren. Die gezeigten Praktiken sind als allgemeine Orientierung gedacht: achte stets auf die Signale deines Körpers und brich ab, wenn du dich unwohl fühlst. Solltest du Empfindungen wie Kribbeln, Gähnen, Zittern, Schwindel oder Benommenheit wahrnehmen, bleib ruhig – das sind normale Reaktionen des Nervensystems.