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Strecke 46: Deutschland baute 1938 eine Autobahn im Spessart, auf der nie ein Auto fuhr

Vergessene Trassen

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Strecke 46: Deutschland baute 1938 eine Autobahn im Spessart, auf der nie ein Auto fuhr

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Vergessene Trassen
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Sechzig Kilometer unfertige Trasse mitten in den Wäldern Frankens und Schwabens — komplett mit Dämmen, Durchlässen und steinernen Bogenbrücken aus hellem Kalkstein, auf denen seit mehr als achtzig Jahren kein einziges Kraftfahrzeug gefahren ist. Das ist Strecke 46, die geplante Reichsautobahn zwischen Würzburg und Ulm in Bayern. Im Jahr 1938 begonnen, sollte dieses ehrgeizige Großprojekt als direkte Nord-Süd-Magistrale die topografischen Barrieren der Mittelgebirge kompromisslos überwinden. Doch im Juni 1940 stoppte der Zweite Weltkrieg die Bauarbeiten abrupt, und die Trasse verwaiste.Zurück blieb ein monumentales technisches Skelett im Landkreis Main-Spessart und im Landkreis Rhön-Grabfeld: tiefe Felseinschnitte im harten Muschelkalk, massive Gewölbebrücken und akkurat geschichtete Böschungen, die im Laufe der Jahrzehnte von Buchen, Fichten und dichter Vegetation vollständig zurückerobert wurden. Was einst als Schneise für den motorisierten Fernverkehr konzipiert war, verlor nach dem Krieg jede verkehrstechnische Funktion und wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege schließlich als geschütztes archäologisches Flächendenkmal und wertvoller Biotopverbund wiederentdeckt.Begleiten Sie uns auf eine faszinierende Erkundung zu einem der ungewöhnlichsten Relikte der Verkehrsgeschichte, wo die geometrische Strenge der Vorkriegsplanung und die unerbittliche Kraft der Natur auf einzigartige Weise aufeinandertreffen.Haben Sie selbst schon einmal solche vergessenen Spuren im fränkischen Wald entdeckt oder kennen ähnliche Relikte? Schreiben Sie es mir in die Kommentare!