Wenn Zweifel von der Kanzel kommt (Teil 4)
Stärkung für Überwinder / Fokus auf Jesus
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Wenn Zweifel von der Kanzel kommt (Teil 4)
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Teil 4 – Wenn Christus wieder Herr über Kanzel und Kirchenbank wird
Wenn wir bis hierher gekommen sind, wäre es leicht, mit Misstrauen zu enden. Wir könnten anfangen, jeden Pastor zu verdächtigen, jede Predigt auseinanderzunehmen und uns selbst für diejenigen zu halten, die es durchschaut haben. Aber dann hätten wir vielleicht nur eine falsche Obrigkeitsgläubigkeit gegen einen ebenso falschen Geist des Misstrauens eingetauscht. Das Ziel ist nicht, dass wir niemandem mehr vertrauen. Das Ziel ist, dass niemand den Platz bekommt, der Christus allein gehört. Paulus sagt in 2. Korinther 4,5: „Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen.“ Das ist die Ordnung: Christus ist Herr. Der Prediger ist Knecht. Die Gemeinde gehört Christus. Deshalb darf weder ein Pastor unser Gewissen beherrschen noch eine Gemeinde vom Pastor verlangen, die Stimme ihres Herrn angenehmer zu machen. Christus muss wieder Herr über Kanzel und Kirchenbank werden.
Die Beröer in Apostelgeschichte 17 zeigen uns, wie das aussieht. Sie nahmen das Wort bereitwillig auf und prüften zugleich täglich an der Schrift, ob es sich so verhielt. Bereitwilligkeit und Prüfung. Sie sagten weder: Paulus wird schon recht haben, noch: Wir glauben grundsätzlich keinem Lehrer. Sie wollten Wahrheit. Genau diese Haltung brauchen wir wieder. Die gesunde Gemeinde sagt weder: „Unser Pastor wird schon recht haben“, noch: „Ich glaube keinem Pastor.“ Sie sagt: „Wir wollen gemeinsam hören, was der Herr gesagt hat.“ Kein Professor, Pastor, Gemeindeverband und keine theologische Tradition darf den Platz einnehmen, der Christus und seinem Wort gehört. Wir lernen: geistliche Autorität ernst nehmen, ohne das Gewissen einem Menschen auszuliefern.
Dabei dürfen wir prüfen, ohne so zu tun, als könnten wir Herzen lesen. Jesus sagt: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Frucht zeigt sich über Zeit. Was wächst unter einer Verkündigung? Werden Menschen abhängiger von Christus oder vom Experten? Wächst Ehrfurcht vor Gottes Wort? Wachsen Reinheit, Demut, Vergebungsbereitschaft und Liebe zur Wahrheit? Lernen Menschen, Sünde zu bekennen, statt sie nur zu erklären? Das ist Frucht. Nicht volle Räume, Klickzahlen oder rhetorische Begabung.