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12 DDR-Verstärker, die Jahrzehnte überlebten und von denen du NIE GEHÖRT hast

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12 DDR-Verstärker, die Jahrzehnte überlebten und von denen du NIE GEHÖRT hast

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Drei Buchstaben standen in der DDR auf fast jedem Gerät, das Musik machte: RFT. Fast jeder im Osten kannte den Schriftzug, und fast niemand wusste, dass dahinter gar keine Firma steckte. RFT war ein Warenzeichenverband. Denselben Schriftzug trugen Verstärker aus Berlin, aus Sonneberg, aus Rochlitz und aus Stollberg, gebaut von Betrieben, die sich untereinander kaum kannten und sich im Zweifel um dieselben Bauteile stritten. In diesem Video zählen wir zwölf dieser Verstärker ab, von Nummer zwölf bis zur Spitze. Es sind Geräte, die bis heute laufen, in Wohnzimmern, in Werkstätten, in Sammlungen, und zwar nicht als Deko, sondern am Strom. Der älteste von ihnen wurde 1972 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt und spielt immer noch. Er war der erste Heimverstärker der DDR, der die HiFi-Norm wirklich erfüllte. Dazwischen liegt eine Geschichte, die kaum jemand so erzählt. Eine Baureihe aus Sonneberg brachte in drei Jahren vier verschiedene Fassungen desselben Verstärkers hervor, statt einmal etwas Neues zu bauen. Bei einem dieser Geräte steht auf der Frontplatte gar nicht sein eigener Name, sondern der seines Vorgängers, und der Unterschied ist nur an einem aufgeklebten Schild auf der Unterseite zu erkennen. Ein anderer Verstärker existiert überhaupt nur deshalb, weil der eigentliche Nachfolger in der Produktion nicht hinterherkam: Tuner und Kassettendecks liefen längst vom Band, Verstärker fehlten, also bekam das alte Gerät eine neue Front. Geboren aus einem Loch im Lieferplan. Es geht auch ums Geld. Ein Steuergerät aus dem Erzgebirge, das auf der Leipziger Messe eine Goldmedaille bekam, kostete 1950 Mark. In einem Chemnitzer Museum liegt die passende KONSUM-Rechnung vom 15. Februar 1980: 1940 Mark für das Gerät, 500 Mark für die beiden Boxen. Für so etwas sparte eine Familie, und dann stand es jahrzehntelang im Wohnzimmer. Die Spitzenverstärker aus Berlin kosteten 1130 Mark, und man bekam sie nicht einfach so, man musste jemanden kennen oder lange warten. Und dann ist da das Datum, um das sich dieses Video dreht. Einer der Betriebe in dieser Liste hat ein Sterbedatum, auf den Tag genau. Drei der zwölf Verstärker kamen aus diesem Werk, und alle drei hören im selben Moment auf. Am Ende arbeiteten dort 3300 Menschen. Das Gerät, das ganz oben auf der Liste steht, war die modernste Anlage, die das Land je gebaut hat, und ihm fehlte nur noch ein einziges Teil, auf das alle gewartet hatten. Dieses Teil ist nie fertig geworden. Wir lösen das am Ende des Videos auf. Alle Jahreszahlen, Preise, Leistungsangaben und Betriebsnamen stammen aus recherchierten Quellen: Museumskatalogen, Datenbanken, Serviceunterlagen und Händlerbeschreibungen. Wo sich die Angaben widersprechen, und das tun sie bei DDR-Technik erstaunlich oft, sagen wir das im Video, statt eine schöne Zahl zu erfinden. Am Ende bleibt eine Frage, über die man streiten kann: Laufen diese Geräte noch, weil sie gut gebaut waren, oder laufen sie bloß, weil man sie aufschrauben, messen und löten kann? Schreib deine Antwort in die Kommentare, gern mit Modell und Begründung. Wenn bei dir im Keller oder auf dem Dachboden deiner Eltern noch so ein Kasten steht, schreib dazu, welcher es ist und ob er noch spielt. Ein Abo und ein Daumen nach oben helfen dem Kanal. Und wenn ein DDR-Verstärker fehlt, der hier hätte stehen müssen, nenn ihn, dann nehmen wir ihn uns in einer der nächsten Folgen vor.