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Tagesevangelium 7. Oktober Klopft an und es wird geöffnet

Beno Kehl

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Tagesevangelium 7. Oktober Klopft an und es wird geöffnet

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Beno Kehl
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Für Status 3 mit Unterstützung von ki von Beno Kehl produziert. Mehr zu diesem etwas anderen franziskanisch geprägten Weg unter: https://otr.jimdosite.com/ Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas (Lk 11,5-13) In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote; denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen und ich habe ihm nichts anzubieten!, wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben? Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht. Darum sage ich euch: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder welcher Vater unter euch, den der Sohn um einen Fisch bittet, gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten. Im antiken Nahen Osten war Gastfreundschaft eine absolute soziale Verpflichtung. Das griechische Wort für „Zudringlichkeit“ (anaideia) bedeutet wörtlich „Freimütigkeit“ oder „Unerschrockenheit“: Der Bittende kennt keine falsche Scham, weil die Not real ist. Jesus kontrastiert den zögerlichen Nachbarn mit der grenzenlosen Güte des Vaters im Himmel. Gott wehrt nicht ab, sondern antwortet auf unser beharrliches Bitten mit dem Höchsten. Für die franziskanische Spiritualität ist dieser Text ein Fundament der armen Nachfolge, da der heilige Franziskus in radikalem Vertrauen lebte und wusste, dass der Schöpfer für alle wahren Nöte sorgt. Diese Worte haben unser kulturelles Fundament tief geprägt. Redewendungen wie „Bittet, und es wird euch gegeben“ sind zu universellen Metaphern für menschliche Hoffnung, die innere Suche und das unerschütterliche Vertrauen in eine helfende Dimension geworden, die unser irdisches Dasein transzendiert. In einer Welt, die auf Machbarkeit setzt, fordert dieser Text uns heraus, unsere fundamentale Bedürftigkeit einzugestehen. Unsere Gebete für materielle Wünsche, die nur unser Ego wachsen ließen, werden zum Glück oft nicht erhört – denn Gott schenkt uns in seiner Weisheit nicht das, was uns an die Materie kettet. Doch den Heiligen Geist gibt es immer: Er lässt unser Ego sterben, erweitert unser Bewusstsein und erhebt unsere Lebensfrequenz in himmlische Resonanz. Statt oberflächlicher Güter schenkt uns der Vater den göttlichen Lebensstrom selbst. Barmherziger Gott, du kennst die Mitternachtsstunden unseres Lebens, in denen wir hungern und uns leer fühlen. Schenke uns den heiligen Mut, ohne Scheu vor dein Angesicht zu treten, zu bitten, zu suchen und anzuklopfen. Lass unser Ego im Feuer deiner Liebe vergehen, und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, der unsere Frequenz in himmlische Resonanz erhebt. Der Herr segne und behüte dich: Er schenke dir den Mut zum Dienen, bewahre dein Herz in echtem Frieden und leite deine Schritte auf dem Weg in die neue Welt. Amen.