WAS VON BERLINS NIE GEBAUTER U10 UNTER DER STADT ÜBRIG IST
Verborgene Gleise
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WAS VON BERLINS NIE GEBAUTER U10 UNTER DER STADT ÜBRIG IST
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Verborgene Gleise
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Unter der Berliner Schloßstraße fahren heute Züge der U9 auf Gleisen einer Linie, die es offiziell nie gab. Wir folgen der U10 auf dem Plan von 1955, Station für Station, und zeigen, was von ihr tatsächlich unter der Stadt gebaut wurde.
Die U10 sollte Berlin diagonal durchqueren: aus dem Südwesten über Steglitz und den Alexanderplatz bis nach Weißensee. Erstmals taucht sie im sogenannten 200-Kilometer-Plan auf, der davon ausging, dass Ost- und Westberlin eine gemeinsame Stadt bleiben. Mit dem Bau der Mauer wurde die Strecke in zwei Hälften geschnitten.
Trotzdem hielt die BVG im Westen an der Idee fest. Weil viele Westberliner die von der Reichsbahn betriebene S-Bahn boykottierten, wurde das U-Bahn-Netz ab den 60er Jahren kräftig ausgebaut, und bei mehreren Bauprojekten wurde die U10 gleich mit angelegt: Tunnel, Bahnsteige und sogar ein ganzer Bahnhof im Rohbau.
Wir legen jede dieser Vorleistungen auf den Plan von 1955 und auf das heutige Satellitenbild: den doppelstöckigen Tunnel unter der Schloßstraße, die ungenutzten Gleise auf zwei Etagen, einen Bahnhof, in dem nie ein Fahrgast stand, und einen rund 90 Meter langen Bahnsteig, den niemand sieht. Am Ende geht es um das letzte Stück der Linie, das nach dem Mauerfall entstand, und darum, was aus ihm geworden ist.
00:00 Die U9 auf fremden Gleisen
01:25 Der Plan von 1955: eine Diagonale durch Berlin
02:40 Die Mauer schneidet die Linie
03:30 S-Bahn-Boykott und Vorleistungen im Beton
06:15 Rathaus Steglitz: Bahnsteige im Rohbau
08:20 Schloßstraße: zwei Etagen, eine Linie
10:40 Ein Bahnhof, an dem nie ein Fahrgast stand
12:50 Kleistpark: der unsichtbare Bahnsteig
14:50 Nach dem Mauerfall: der letzte Tunnel
17:50 Die ganze U10 auf dem Satellitenbild
#Berlin #UBahn #U10