Der Riesenkontinent Pangäa: Wie Sah die Welt vor 335 Millionen Jahren Aus? [4K]
Knochenland
0:00 / 0:00
Der Riesenkontinent Pangäa: Wie Sah die Welt vor 335 Millionen Jahren Aus? [4K]
1 542 просмотра · 3 дня назад
Knochenland
74 подписчика
1 542 просмотра · 3 дня назад
Der Riesenkontinent Pangäa: Wie Sah die Welt vor 335 Millionen Jahren Aus? [4K]
In diesem Video gehen wir gemeinsam 335 Millionen Jahre zurück und rekonstruieren, wie Pangäa die Erde prägte. Fast alles Festland war zu einer Landmasse verbunden, umgeben vom Ozean Panthalassa. Wir sehen, worauf die Rekonstruktion beruht: Die passende Form Südamerikas und Afrikas, gleich alte Gesteine, fortlaufende Gebirgsgürtel und gleiche Fossilien stützten Alfred Wegeners Kontinentaldrift-Idee. Erst Plattentektonik, Mantelbewegungen und die Ausbreitung des Meeresbodens erklärten, wie Kontinente zusammenstoßen und wieder auseinanderdriften. Wir verfolgen, wie Laurentia, Baltica und Gondwana zusammentrafen, Ozeane schlossen und Gebirge wie die Appalachen auffalteten. Wir erkunden anschließend Pangäas Küsten, weite Flussebenen, trockene Binnenräume mit Wüsten und zeitweise vergletscherte südliche Gebiete. Panthalassa und das Tethysmeer prägten die Küsten; im Landesinneren fehlte oft der maritime Ausgleich. An Land lebten Farne, Bärlappgewächse, frühe Nadelbäume, Insekten, Reptilien und frühe Säugetierverwandte; in den Meeren entdecken wir Plankton, Korallenriffe, Muscheln, Ammoniten, Fische, Haie und Meeresreptilien. Kohle, Sandstein und Fossilien bewahren Spuren dieser Lebensräume. Wir behandeln auch die große Krise am Ende des Perms: Vor rund 252 Millionen Jahren führten gewaltige Vulkanausbrüche in der Sibirischen Trapp-Provinz zu starken Veränderungen von Klima, Wäldern und Meeren. Zahlreiche Arten starben aus, darunter die letzten Trilobiten. Im darauffolgenden Trias erschienen vor rund 230 Millionen Jahren die ersten Dinosaurier; in Gebieten wie dem heutigen Argentinien waren sie zunächst klein und lebten neben vielen anderen Tiergruppen. Zum Schluss verfolgen wir, wie Pangäa ab etwa 201 Millionen Jahren aufriss: Aus Riftzonen stieg Magma auf, neue ozeanische Kruste entstand, der Atlantik öffnete sich und aus der Landmasse wurden Laurasia und Gondwana, die sich weiter trennten. Satellitenmessungen, Magnetspuren im Gestein, Meeresbodenforschung und Fossilien belegen, dass die Plattenbewegung bis heute anhält. Wir sehen, dass ein künftiger Superkontinent möglich, seine genaue Gestalt jedoch ungewiss bleibt. Die 335 Millionen Jahre im Titel markieren eine Phase, in der Pangäa erst zusammenwuchs. Die Kollisionen verliefen über längere Zeit: Eine 2022 in der Fachzeitschrift Tectonics veröffentlichte Studie datiert die Verbindung Sibiriens mit Laurussia auf etwa 320 bis 310 Millionen Jahre. Die riesige Landfläche prägte auch ihren eigenen Wetterrhythmus. Judith Totman Parrish beschreibt im Journal of Geology eine starke Monsunzirkulation mit ausgeprägten Regenzeiten und Trockenperioden. Im Laufe der Zeit wurden feuchte Kohlemoore in den Tropen vielerorts von trockeneren Landschaften abgelöst.