Selber versuchen! Körpersignale als Orientierung zum löschen eines Überlebensprogramms- 24-9-26
Dr. Ero Langlotz
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Selber versuchen! Körpersignale als Orientierung zum löschen eines Überlebensprogramms- 24-9-26
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Dr. Ero Langlotz
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Ein Klient - nennen wir ihn Erich - hatte als Säugling eine sehr traumatisches Ereignis: eine Untersuchung wegen eines Herzfehlers.Dagegen hatte er sich so vehement gegen Arzt und Schwester gewehrt, dass die Untersuchung abgebrochen werden musste. Für die Eltern war das beschämend und kostspielig. Und Erich hatte deshalb immer ein schlechtes Gewissen - übernommene Perspektive der Eltern.
Jetzt hat er herausgefunden, wie er selber die heutigen Belastungen durch sein unbewusstes Überlebensprogramm erkennen kann - über Körpersymptome - und dann nach unserem Verfahren lösen kann .
Er benutzte als Anleitung dies Video • VOLLSTÄNDIGE ANLEITUNG Beziehungsklärung ...
Zusammenfassung (durch ChatGPT)
Der Klient berichtet von eigenen Experimenten mit Anleitungsvideos zur Aufstellung belastender Beziehungen und traumatischer Erfahrungen. Dabei stellte er wiederholt fest, dass bei fehlender Distanz zu den belastenden Elementen sein Körper reagierte, mit Muskelkrämpfen und Verspannungen. Diese veränderten und lösten sich regelmässig, sobald eine gesunde Distanz und klärende Sätze wirksam wurden.
Es störte Erich, dass dies oben erwähntebeschämende Erlebnis immer wieder als blockierendes Element, als eigener "Makel" auftauchte, wenn er sich mit seinem „wahren Selbst“ verbindem wollte. Daher versuchte er, auf eigene Faust, das mit unserer Methode zu klären.
Eigenständige Aufstellung des Traumas
Erich erweiterte eigenständig die bisherige Methode. Er symbolisierte den unbekannten damaligen Arzt als „Folterdoktor“ und stellte ihn zusammen mit seinem eigenen Selbst, dem wahren Selbst und weiteren Elementen auf. Offensichtlich war er noch zu dicht an den belastenden Themen: Beim Einfühlen in die Positionen traten starke körperliche Reaktionen auf, insbesondere Drehimpulse, Muskelspannungen und Krämpfe.
Die körperlichen Reaktionen dienten ihm zunehmend als Orientierung: Eine starke Spannung zeigte ihm, dass eine Beziehung oder Positionierung noch nicht stimmig war. Durch Abgrenzung und lösende Sätze ließ die Spannung jeweils nach.
Zentrale Dynamiken
Im Prozess wurden mehrere Dynamiken deutlich:
Täterintrojekt: Der Klient erlebte den damaligen Arzt innerlich weiterhin als präsent.
Übernommene Perspektiven: er betrachtete sich noch „durch dessen Augen“ – reduziert auf seinen Herzfehler.
Zugleich übernahm die Scham der Eltern.
Übernommene Verantwortung: Es zeigte sich die Tendenz, sich mit den Problemen des Täters zu beschäftigen und verstehen zu wollen, warum dieser so gehandelt hatte.
Wut und Gegenidentifikation: Der Klient empfand Wut darüber, dass der Arzt ein Kind so behandeln konnte, und hatte gleichzeitig das Gefühl, es besser zu wissen oder den anderen korrigieren zu müssen.
Autoritätsbindung: Weil es sich um einen Arzt handelte, war Abgrenzung besonders schwierig. Das alte Gefühl lautete sinngemäß: „Ich darf einer Autoritätsperson nicht widersprechen.“
Alle Dynamiken hatten gemeinsam: sie fixierten seine Aufmerksamkeit auf das damalige Trauma-sodass er nicht "bei sich" bleiben konnte.
Interventionen
Zentral waren wiederholte Abgrenzungssätze wie „Stopp“, „Du bist du und ich bin ich“ sowie die Betonung, dass der andere für sein eigenes Leben und Schicksal verantwortlich ist.
Loslösung von der Perspektive des Täters- und der Eltern.
Gegenabgrenzung durch das eigene Selbst,
symbolischer „Tigerschrei“,
Würdigung des kindlichen Selbst,
Entlastung von Schuld- und Schamgefühlen des Kindes.
Entscheidender emotionaler Durchbruch
Besonders bedeutsam war die Erkenntnis, dass dder "kleiner Erich" nichts falsch gemacht hatte.
Durch die ausdrückliche Würdigung des kindlichen Selbst – sinngemäß: Du hast nichts falsch gemacht; du musst dich nicht schämen; du hast dich richtig verhalten – kamen ihm die Tränen. Anschließend nahm die körperliche Anspannung deutlich ab.
Ergebnis
Nach dem Prozess spürte Erich eine bessere Selbstverbindung, ruhigere Atmung, mehr Entspannung, Lächeln und weniger Nackenverspannung. Besonders wichtig war für ihn, dass er sich (das eigene Selbst) nun auch mit dem Herzfehler bzw. der damaligen Erfahrung akzeptieren konnte, statt sich nur „bis auf diesen Fehler“ zu akzeptieren.
Ero:
Innovativ ist: Erich hat die Körpersignale als zuverlässige Orientierung verstanden, wenn der Verstand sich in endlose Erklärungs- und Verständnisversuche über das Verhalten des Täters verlor. Ist das nicht ein Bestätigumg unsere Annahme, dass Aufstellungen durch die Einbeziehung des Körpers und die Verwendung von Symbolen einen Zugang zum Körpergedächtnis eröffnen, der mental unmöglich ist?
Bitte teilt mit uns eure Erfahrungen, durch Kommentare oder per Email.
Danke Erich, dass ich dieses Gespräch aufnehmen und hier veröffentlichen durfte. Vielleicht regt es auch andere Benutzer eines Kanals dazu an, solche eigenen Fähigkeiten zu entdecken!?