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"scolan, schöllen, sollen": Wie wandelt sich Sprache? (Grammatik in der Schule | SoSe 2026)

Alexander Lasch

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"scolan, schöllen, sollen": Wie wandelt sich Sprache? (Grammatik in der Schule | SoSe 2026)

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Alexander Lasch
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#TelekollegLinguistik #TUDresden #OER ═ Inhalt ═ In dieser Sitzung steht die Frage im Mittelpunkt, wie und warum sich Sprache wandelt und wie sprachhistorisches Wissen gewinnbringend in den Schulunterricht integriert werden kann. Anhand aktueller Debatten über die vermeintliche "Vereinfachung" in modernen Kinderbüchern und einer diachronen Betrachtung des Kinderliteraturkorpus wird gezeigt, dass Sprachwandel ein natürlicher, innovationsgetriebener Prozess ist, dessen zentraler Motor im individuellen Spracherwerb liegt. Im Fokus stehen dabei die sogenannten Präteritopräsentien bzw. Modalverben: Warum weisen diese Verben historisch gewachsene, unregelmäßige Flexionsformen auf und wie lässt sich ihr komplexer Gebrauch (deontisch vs. epistemisch) konstruktionsgrammatisch beschreiben? Zudem wird erörtert, wie man die hohe Komplexität des Phänomens des Konjunktivs erklären kann, und deshalb in der grammatischen Vermittlung umsichtig damit umgehen sollte. ═ Gliederung ═ [00:00:01] Begrüßung und Einleitung: sprachhistorisches Wissen im Deutschunterricht [00:02:00] Sprachwandel: Grundlagen, Relevanz und fächerübergreifende Potenziale [00:04:23] Kinderbuchliteratur im Wandel der Zeit (1958–2010) [00:06:04] Debatte um "Vereinfachung": Linguistische Analyse eines Medienberichts zum Vorleseverhalten [00:08:20] Triebkräfte des Wandels: Individueller Spracherwerb als primärer Motor für Sprachentwicklung [00:15:45] scolan, schöllen, sollen: die lange Geschichte der Präteritopräsentien Morphologische Besonderheiten und der historische Wandel [00:20:15] Synchroner vs. diachroner Blick auf unregelmäßige Konjugationsmuster [00:24:30] [00:32:15] Analyse der Modalverben im Unterricht Das System der Modalverben im heutigen Deutsch ("können", "wollen", "müssen", "sollen", "dürfen", "mögen") [00:33:40] morphosyntaktische Besonderheiten [00:38:10] semantische Ambiguitäten: deontischer vs. epistemischer Gebrauch [00:44:55] konstruktionsgrammatische Einbettung und das Zusammenspiel mit Vollverben [00:55:12] topologische Satzanalyse: das Feldermodell als didaktische Brücke [01:05:40] Die Satzklammer bei komplexen Modalkonstruktionen [01:07:15] Ausblick: praktische Anwendung des Feldermodells im Grammatikunterricht der Sekundarstufe I [01:12:30] Umsichtiger Umgang mit hochkomplexen Konstruktionen wie dem Konjunktiv [01:19:05] [01:24:38] Fazit, Zusammenfassung und Ausblick auf kommende Sitzungen ═ Referenzen ═ Vorlesung Konstruktionsgrammatik: https://www.youtube.com/live/3BIc7xGg.... Informationen & Material zu allen Vorlesungen: https://www.gls-dresden.de/tag/podcas... E-VALBU: https://grammis.ids-mannheim.de/verbv... DWDS: https://www.dwds.de/ Framenet-Konstruktikon des Deutschen: https://framenet-constructicon.hhu.de/ ═ Informationen zum Kurs ═ Information & Material: https://www.gls-dresden.de/2026/03/08... Worksheet zur Vorlesung: https://docs.google.com/document/d/1N... Präsentation (*.pdf): Alexander Lasch. 2026. Grammatik in der Schule. Zenodo. DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.19236685. ═ Social Media ═ https://linktr.ee/alexanderlasch