Die Polizei gab den blockierenden 40-Tonner im Schnee auf — da zog ein Bauer ihn mit dem Lanz
Alte Scholle
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Die Polizei gab den blockierenden 40-Tonner im Schnee auf — da zog ein Bauer ihn mit dem Lanz
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#LanzBulldog #Bayern #Winter
Am dreizehnten Januar 1963 lag ein vierzig Tonnen schwerer Sattelzug im Graben der Bundesstraße 308 zwischen Reit im Winkl und Marquartstein. Siebzig Zentimeter Tiefschnee, minus vierzehn Grad, ein Nordföhn, der in weniger als zwei Stunden fast achtzig Zentimeter Neuschnee gebracht hatte. Der Abschleppdienst aus Prien war gescheitert: Gummireifen drehen auf Tiefschnee, egal wie viel PS dahinterstecken. Hauptwachtmeister Oskar Lindner traf die einzig mögliche Entscheidung und sperrte die Straße. Hinter dem Zug: sieben Fahrzeuge. Vor ihm: der erste Schulbus in drei Stunden. Dann tauchten im Schneegestöber die Scheinwerfer eines Lanz Bulldogs auf. Georg Haslinger aus Sachrang, dreiundsechzig Jahre alt, dreißig Winter in den Chiemgauer Alpen. Lindner hielt ihn an. Straße gesperrt. Haslinger stieg ab, kniete sich in den Schnee, maß mit dem Stiefelabsatz die Tiefe bis zum gefrorenen Boden. Dann stand er auf und sagte: Ich habe Eisenstollen. Auf diesem Schnee ist das der Unterschied zwischen greifen und nicht greifen.
Diese Geschichte basiert auf der realen Geschichte des Winterdienstes und der Landwirtschaft im Chiemgauer Alpenvorland. Charaktere und Dialoge sind für die Erzählung dramatisiert.
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#LanzBulldog #Glühkopfmotor #Bayern #Winter #Polizei #OldSchoolWins #AlteTraktoren #Eisenstollen #Chiemgau #Sattelzug