Als freier Mann | Mittelalter-Metal | RABENFELS
Rabenfels
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Als freier Mann | Mittelalter-Metal | RABENFELS
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Rabenfels
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Hannes, der Schmied von Hainrode, wird wegen Aufruhr nach Rabenfels gebracht. Vor Gericht soll er widerrufen – doch selbst angesichts des Todes weigert er sich, seinen freien Willen aufzugeben.
„Als freier Mann“ von RABENFELS – düsterer Mittelalter-Metal über Haltung, Freiheit und den Preis des Widerstands.
“As a Free Man” by RABENFELS – dark medieval metal about freedom, defiance and the price of standing by your convictions.
DEUTSCHER LIEDTEXT
Noch lag der Morgen grau im Tal,
als Knechte kamen, sechs an Zahl.
Vor Hannes’ Schmiede hielten sie,
das Eisen glomm, der Hammer schwieg.
Des Herren Zeichen trug ihr Mann,
der laut den Spruch zu lesen begann:
„Aufruhr und Trotz wider Gebot –
dafür verlangt das Recht sein Lot.“
Man band ihm fest die Hände ein,
doch Hannes sprach kein Flehen klein.
Ganz Hainrode stand still dabei,
kein Ruf erklang, kein Wort ward frei.
Sie führten ihn gen Rabenfels,
hinauf durch Tor und kalten Fels.
Der Schmied sah einmal noch zurück –
auf Esse, Dorf und altes Glück.
„Den Hammer nehmt ihr mir aus der Hand.
Doch was ich denke, bleibt mein eigen.“
REFRAIN
Beugt meinen Leib, doch nicht den Sinn,
nehmt mir den Hammer aus der Hand.
Ich sterbe, wie ich immer bin –
als freier Mann auf freiem Land.
Drei Nächte saß er hinter Stein,
kein Feuer drang zur Kammer ein.
Nur durch das Gitter fiel bei Nacht
der Mond auf Kette, Wand und Wacht.
Am vierten Tag trat Heinrich ein,
nicht stolz, nicht froh, doch ernst und rein.
„Bereu dein Wort, beug Haupt und Knie,
dann endet diese Sache hie.
Sprich vor den Deinen: ‚Ich tat Unrecht.‘
Dann bleibt dein Leben dir zu Recht.
Kehr heim zur Esse, Weib und Brot –
doch widerruf, was Aufruhr bot.“
Der Schmied erhob sich langsam dort,
die Kette klang bei jedem Wort.
Kein Zittern lag in seinem Blick,
kein Flehen zog sein Herz zurück.
„Was wahr war, wird durch Furcht nicht falsch.
Ich beuge mich nicht, nur weil Ihr mich brechen könnt.“
Refrain: siehe oben
Im ersten Licht schlug man das Tor,
der Henker trat mit Schwert hervor.
Vom Burgplatz drang kein Jubelschrei,
nur Wind zog durch die Reihen frei.
Man führte Hannes Schritt um Schritt,
das ganze Dorf ging schweigend mit.
Der Müller stand, die Mütze tief,
kein Mensch, der nach Erbarmen rief.
Vor seinem Block hielt Hannes an,
sah jeden, den er sehen kann.
Den Knecht, den Bauern, Weib und Kind,
die still wie dunkle Mauern sind.
Der Priester hob das Kreuz empor,
der Henker trat noch einmal vor.
Doch Hannes kniete nicht aus Schmach –
er tat’s, weil so das Richtrecht sprach.
„Hört gut zu, Hainrode:
Ein freier Sinn stirbt nicht unter einem Schwert.“
LETZTER REFRAIN
Der Richtblock wartet kalt und schwer,
das Schwert schon blank im Morgenrot.
Doch Freiheit nimmt kein Henker mehr –
sie lebt auch über meinen Tod.
Der Richtblock wartet kalt und schwer,
doch Hannes beugte sich nicht dort.
Das Schwert nahm Leib und Atem fort –
doch nicht sein freies letztes Wort.
Die Esse schwieg an jenem Tag,
kein Hammer schlug bis in die Nacht.
Doch morgens lag auf Hannes’ Stein
ein Stück geschmiedet Eisen klein.
Und darauf stand,
mit rauer Hand:
Eisen kennt
keinen Herrn.
ENGLISH LYRICS
Morning lay grey across the valley
when six servants came to Hannes’ forge.
The iron glowed, the hammer fell silent.
Bearing the lord’s sign, one read the charge:
rebellion and defiance of command.
They bound Hannes’ hands
and led him up to Rabenfels.
He looked back once
at forge, village and former life.
“You may take the hammer from my hand.
But what I think remains my own.”
CHORUS
Bend my body, not my mind,
take the hammer from my hand.
I will die as I have lived –
a free man on free land.
For three nights he sat behind stone.
On the fourth day Heinrich came.
“Take back your words. Bow head and knee.
Say before your people that you were wrong,
and you may return to forge, home and bread.”
Hannes rose, his chains ringing.
“What was true does not become false through fear.
I will not bow simply because you can break me.”
Chorus: see above
At first light the gate was opened.
The executioner stepped forward with his sword.
No cheer rose from the courtyard;
only wind moved through the silent ranks.
Hannes was led step by step,
while the whole village followed in silence.
Before the block he stopped
and looked at servant, farmer, woman and child.
The priest raised the cross.
Hannes knelt only because the law required it.
“Listen well, Hainrode:
a free mind does not die beneath a sword.”
FINAL CHORUS
The block waits cold and heavy,
the sword already bright in morning red.
No executioner can take freedom away –
it lives beyond my death.
The sword took body and breath,
but not his final free word.
That day the forge stood silent.
No hammer struck until night.
By morning, on Hannes’ stone,
lay a small piece of forged iron.
Upon it were the words:
Iron knows
no master.
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