Angrboda - Mutter des Unheils
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Angrboda - Mutter des Unheils
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(Strophe 1)
Mein Name trägt den Kummer, den die Götter einst gefürchtet,
sie lauschen alten Worten, die von ihrem Ende flüstern.
Aus Jötunheim, wo ihre Macht an fremde Grenzen stößt,
stammt jene, deren Kinder man aus Furcht vor ihnen löst.
An Lokis Seite brachte ich drei Wesen auf die Welt,
drei Namen, deren Schicksal selbst die Asen in Atem hält.
Noch ehe ihre Taten über Leben und Tod entschieden,
hat man aus Angst vor morgen sie von meiner Brust gerissen.
(Refrain)
Ihr habt Ketten geschmiedet, aus Furcht vor dem Morgen,
habt aus Angst vor dem Schicksal die Zukunft verbogen.
Meinen Sohn habt ihr gefesselt, den zweiten verbannt,
meine Tochter zur Herrin der Toten ernannt.
Ich bin Angrboda, die Mutter, die Unheil gebar,
doch ihr fürchtet meine Kinder für das, was noch gar nicht geschah.
Drei Kinder, drei Wege, vom Schicksal bestimmt,
bis Ragnarök kommt und eure scheinheilige Götterwelt verbrennt.
(Strophe 2)
Mein Fenrir wuchs zum Schrecken, den kein Asengott verstand,
sie versprachen ihm Vertrauen, doch sie fesselten sein Band.
Zweimal brach er ihre Fesseln, ihre Stärke reichte nicht,
bis ein Zauberband ihn knebelte, ein Eid an seiner List zerbricht.
Týr verlor die rechte Hand, als sich der Wolf betrogen sah,
und die Götter ließen ihn gefesselt, bis sein Ende nah.
Wenn Ragnarök die Ordnung bricht und Fenrir sich befreit,
verschlingt er Odin selbst, den Herrn, der einst sein Urteil schrieb.
(Refrain)
Ihr habt Ketten geschmiedet, aus Furcht vor dem Morgen,
habt aus Angst vor dem Schicksal die Zukunft verbogen.
Meinen Sohn habt ihr gefesselt, den zweiten verbannt,
meine Tochter zur Herrin der Toten ernannt.
Ich bin Angrboda,die Mutter, die Unheil gebar,
doch ihr fürchtet meine Kinder für das, was noch gar nicht geschah.
Drei Kinder, drei Wege, vom Schicksal bestimmt,
bis Ragnarök kommt und eure scheinheilige Götterwelt verbrennt.
(Strophe 3)
Jörmungandr warf man tief ins weite Meer,
doch er wuchs um Midgards Grenzen, und die Welt umschlang er schwer.
In den Tiefen ruht sein Körper, um Midgard fest geschlungen,
bis die letzte Stunde schlägt und die alten Götter fallen.
Thor wird seinen Hammer heben, wenn die Schlange vor ihm steht,
wird sie töten, doch ihr Gift ist es, an dem er selbst vergeht.
Neun Schritte wird er gehen, dann versagt ihm seine Kraft,
und die Welt verliert den Donner, der sie einst zusammenhielt.
(Refrain)
Ihr habt Ketten geschmiedet, aus Furcht vor dem Morgen,
habt aus Angst vor dem Schicksal die Zukunft verbogen.
Meinen Sohn habt ihr gefesselt, den zweiten verbannt,
meine Tochter zur Herrin der Toten ernannt.
Ich bin Angrboda, die Mutter, die Unheil gebar,
doch ihr fürchtet meine Kinder für das, was noch gar nicht geschah.
Drei Kinder, drei Wege, vom Schicksal bestimmt,
bis Ragnarök kommt und eure scheinheilige Götterwelt verbrennt.
(Strophe 4)
Meine Tochter Hel, die dritte, wurde in die Tiefe verbannt,
Odin gab ihr dort die Herrschaft über jenes Totenland.
Wer an Krankheit oder Alter stirbt, gelangt in ihr Gebiet,
wo kein Ruhm der großen Krieger über ihre Grenzen zieht.
Drei Kinder, drei Geschichten, die ihr Schicksal weitertragen,
drei Gestalten, die noch heute eure alten Ängste plagen.
Ich bin Angrboda, jene, deren Name Unheil spricht,
doch was meine Kinder werden, liegt in meiner Hand längst nicht.
(Refrain)
Ihr habt Ketten geschmiedet, aus Furcht vor dem Morgen,
habt aus Angst vor dem Schicksal die Zukunft verbogen.
Meinen Sohn habt ihr gefesselt, den zweiten verbannt,
meine Tochter zur Herrin der Toten ernannt.
Ich bin Angrboda, die Mutter, die Unheil gebar,
doch ihr fürchtet meine Kinder für das, was noch gar nicht geschah.
Drei Kinder, drei Wege, vom Schicksal bestimmt,
bis Ragnarök kommt und eure scheinheilige Götterwelt verbrennt.
©️ALLE RECHTE DES TEXTES LIEGEN BEIM INHABER DES KANALS BLUTRUFER