Was Bergleute 1895 Im Ruhrgebiet Fanden — Warum Es Nicht Für Menschenhände Gemacht War
Verlorene Zeiten Archiv
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Im Januar 1895 trifft ein Schlepper auf der Zeche Lothringen in Bochum-Gerthe fast dreihundert Meter unter Tage mit der Keilhaue auf Eisen. Mitten im Flöz Sonnenschein, in Kohle, die seit dreihundert Millionen Jahren geschlossen ist, steckt der Kopf einer Axt: 86 Zentimeter lang, 141 Kilogramm auf der Grubenwaage. Der Steiger misst, wiegt und notiert eine Himmelsrichtung. Berlin antwortet mit einer vernünftigen Erklärung. Die Strecke wird zugemauert, die Akte heißt „Erledigt“.
Siebenunddreißig Jahre später sitzt eine junge Lehrerin in Hiltrop mit einem blinden alten Hauer auf der Bank vor seinem Kotten und füllt einen Fragebogen des Atlas der deutschen Volkskunde aus. Er erzählt von Tippulus, dem Riesen von Riemke, und von dem, was die Riesen im schwarzen Stein zurückließen. Er hat das Steigerbuch nie gesehen. Und er nennt dieselbe Richtung.
Ein Steigerbuch, ein Schulheft von 1878, ein Fragebogen von 1932, eine Bleistiftnotiz auf einem verlorenen Grubenbild. Keiner der Schreiber kannte die anderen. Die Axt ist verschwunden.
Woran, glauben Sie, erinnerte sich der Großvater des alten Mannes?