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Reizdarm verstehen - wenn der Bauch den Alltag übernimmt | Dr. Andrea Morawe erklärt

LandMEDchen - Andrea Morawe

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Reizdarm verstehen - wenn der Bauch den Alltag übernimmt | Dr. Andrea Morawe erklärt

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LandMEDchen - Andrea Morawe
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Du sitzt bei einem wichtigen Geschäftsessen, dir gegenüber ein potentieller Kunde oder eine neue Kooperationspartnerin. Doch dann beginnt das Ziehen im Bauch – deine Aufmerksamkeit ist voll darauf gelenkt, ein Aufstoßen des Bauchs unauffällig zu überspielen. Das sorgt schon für Stress, bevor das Essen überhaupt angefangen hat. Die Blutwerte sind okay, die Magenspiegelung auch – das alles könnte einem Reizdarmsymptom entsprechen. Eine der häufigsten und zugleich am meisten missverstandenen Diagnosen der Medizin. Darüber spricht Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“. Ein Reizdarmsymptom ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. vorher müssen sorgfälig andere Erkrankungen wie eine Zölliakie, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgeschlossen werden. In vielen pflanzlichen Lebensmitteln stecken kurzkettige, schwer verdauliche Kohlenhydrate. Diese ziehen im Dünndarm osmotisch Wasser an und werden dann im Dickdarm von Bakterien fermentiert. Dadurch entstehen Gase. Bei einem Reizdarm ist die Darmwand überempfindlich gegenüber dieser Dehnung durch Wasser und Gas. So werden „normale“ Prozesse als Schmerz, Blähung oder Dranggefühl wahrgenommen. Man nennt dies auch eine gestörte Darm-Hirnachse, da der Darm zu intensive Signale an das Gehirn sendet. Hier setzt auch die Low-FODMAP-Ernährung an. In der ersten Phase, der Eliminationsphase, wird zunächst konsequent auf einige Lebensmittel verzichtet. In der zweiten Phase, der Re-Exposition kommen dann wieder einzelne FODMAP-Gruppen wieder hinzu, um herauszufinden, welche genau Beschwerden auslösen. Die dritte Phase, die Individualisierung, führt zu einer alltagstauglichen, dauerhaften Ernährungsweise. Andrea betont, dass die erste Phase kein Dauerzustand ist! Viele Menschen verzichten einfach auf Gluten und Lactose, doch ein eigenmächtiger Verzicht auf Gluten, kann sogar dazu führen, dass eine tatsächlich Zölliakie später schwerer nachweisbar ist. Reizdarm ist übrigens keine Kopfsache und wird der Erkrankung nicht gerecht. Andrea gibt noch einige Tipps für den Alltag: Der erste Schritt sollte keine eigenmächtige Ernährungsumstellung sein, sondern der Weg zur Ärztin/zum Arzt. Hierbei hilft ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch, in dem du notierst, was du gegessen hast und wie es dir nachher ging. Die Begleitung einer qualifizierten Ernährungsfachkraft ist eine weitere Empfehlung. Diese professionelle Hilfe führt dazu, dass die Einschränkungen, die vorgenommen werden, nicht länger als nötig aufrechterhalten werden. Zur Website von Andrea: https://www.arztpraxis-morawe.de/ Folg Andrea auf Instagram:   / andrea.morawe   Zum Podcast auf YouTube:    / @landmedchen   Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4E... Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast... Kapitel: 00:00:00 Symptome vom Reizdarm 00:02:21 Ernährung bei Reizdarm 00:05:53 Mythen 00:07:55 Tipps für den Alltag