Wächterin der Zeit
BLUTRUFER
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Wächterin der Zeit
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#leben
(Strophe 1)
Ich stehe über euch und zähle jede Stunde,
sehe, wie ihr sie verliert in jeder sinnlosen Diskussionsrunde.
Ihr streitet um Worte, die morgen nichts mehr wiegen,
und merkt nicht, wie Sekunden durch eure Finger fliegen.
Ihr baut euch Grenzen auf und nennt sie eure Welt,
verteidigt euren Stolz, als wäre er mehr wert als Lebenszeit.
Ihr kennt den Wert von Dingen, doch nicht den Wert der Zeit,
ihr jagt nach immer mehr und nennt das dann Freiheit.
Ich sah euch geboren, ich sah euch Menschen gehen,
sah manche ihre Jahre nur an sich vorüberwehen.
Ihr sagt: „Dafür ist morgen noch genügend Zeit“,
doch morgen ist kein Versprechen, nur eine Möglichkeit.
Ihr habt nur diesen einen Weg, nur diesen einen Lauf,
doch ihr verschwendet Lebenszeit für Dinge ohne Wert darauf.
Und wenn die letzte Stunde kommt, fragt ihr euch entsetzt:
„Warum hab ich so viel Zeit für so wenig Leben gesetzt?“
(Refrain)
Ich bin die Wächterin der Zeit,
ich seh, wie eure Stunden fallen.
Ihr habt nur dieses eine Leben,
warum lasst ihr es verhallen?
Ihr kämpft um Dinge, die nichts bedeuten,
verliert euch selbst in diesem Streit.
Ihr sucht nach morgen, doch vergesst dabei:
Euer Leben ist geliehene Zeit.
(Strophe 2)
Ich sah Kriege kommen, ich sah Kriege vergehen,
sah Menschen für Grenzen und Fahnen sterben gehen.
Sah Brüder sich hassen, weil irgendwer befahl,
und niemand mehr wusste, wer eigentlich begann.
Ihr nennt es Geschichte, wenn die Wunden verblassen,
doch immer wieder findet ihr Gründe, euch zu hassen.
Ihr habt gelernt zu töten, doch verlernt zu vergeben,
und opfert ganze Jahre für ein bisschen mehr Recht haben im Leben.
Ihr könntet euch umarmen, doch ihr wählt lieber den Streit,
ihr könntet miteinander reden, doch ihr verschwendet eure Zeit.
Ihr habt Worte für den Hass und Schweigen für die Liebe,
als wäre Menschlichkeit etwas, das man sich nicht verdiene.
Und während ihr euch fragt, wer Schuld an allem trägt,
ist eine weitere Stunde fort, die niemand wiederbelebt.
Ich könnte euch Jahrhunderte beim Namen nennen,
doch selbst die Ewigkeit kann keine verlorene Sekunde retten.
(Refrain)
Ich bin die Wächterin der Zeit,
ich seh, wie eure Stunden fallen.
Ihr habt nur dieses eine Leben,
warum lasst ihr es verhallen?
Ihr kämpft um Dinge, die nichts bedeuten,
verliert euch selbst in diesem Streit.
Ihr sucht nach morgen, doch vergesst dabei:
Euer Leben ist geliehene Zeit.
(Strophe 3)
Ich verstehe eure Tränen, ich verstehe eure Angst,
ich weiß, warum du festhältst, obwohl du loslassen kannst.
Ich weiß, dass ihr verletzlich seid, dass jeder Fehler bleibt,
doch gerade weil ihr sterblich seid, zählt jede Kleinigkeit.
Ein Abend mit den Menschen, die ihr morgen vielleicht verliert,
ein „Ich liebe dich“, bevor der letzte Augenblick passiert.
Ein Schritt aufeinander zu, obwohl der Stolz noch widersteht,
denn irgendwann kommt eine Nacht, in der dafür nichts mehr geht.
Dann zählt kein Geld mehr, kein Besitz und kein Applaus,
kein Sieg über den anderen, kein gewonnenes Wortgefecht daraus.
Dann bleibt nur, was ihr wart, wenn niemand zugesehen hat,
und wem ihr Wärme gabt, als jemand keine Kraft mehr hatte.
Ihr sucht nach großen Antworten, dabei ist es oft so schlicht:
Das Leben ist nicht ewig, also wartet auf das Leben nicht.
Denn ich kann jede Stunde zählen, doch ich kann keine zurückgeben,
ich bin die Wächterin der Zeit, doch ihr allein entscheidet, wie ihr lebt.
(Refrain)
Ich bin die Wächterin der Zeit,
ich seh, wie eure Stunden fallen.
Ihr habt nur dieses eine Leben,
warum lasst ihr es verhallen?
Ihr kämpft um Dinge, die nichts bedeuten,
verliert euch selbst in diesem Streit.
Ihr sucht nach morgen, doch vergesst dabei:
Euer Leben ist geliehene Zeit.
©️ALLE RECHTE DES TEXTES LIEGEN BEIM INHABER DES KANALS BLUTRUFER