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Bidirektionales Laden: Marcus Fendt skizziert den Hochlauf

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Bidirektionales Laden: Marcus Fendt skizziert den Hochlauf

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Die Technologie steht, die ersten Marktprodukte laufen, doch nun hakt es an den Rahmenbedingungen: Bei electrive LIVE hat Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House Energy, ein unmissverständliches Signal gesendet. „Vehicle to Grid und Vehicle to Home funktionieren“, betonte der Experte und machte deutlich, dass es beim bidirektionalen Laden jetzt vor allem auf eines ankommt: „Jetzt müssen wir den Hochlauf meistern!“ Bislang hinken die Märkte in Europa beim Hochlauf der Elektromobilität noch hinterher, während internationale Vorreiter wie China mit gigantischen Produktionszahlen und enormen Erfahrungswerten vorpreschen: Marcus Fendt erinnerte bei unserer Online-Konferenz rund um das Thema „Netzintegration der Elektromobilität“ daran, dass allein die rund drei Millionen Elektroautos, die aktuell auf deutschen Straßen unterwegs sind, ein kombiniertes Speicherpotenzial von etwa 180 Gigawattstunden besitzen. Das übersteige die Kapazität klassischer Pumpspeicher um ein Vielfaches und biete dem wetterabhängigen, erneuerbaren Energiesystem einen idealen Puffer, so der Geschäftsführer von The Mobility House Energy. Dass die Technik längst im Alltag angekommen ist, zeigen europäische Nachbarn wie Frankreich, wo Renault-Fahrer bereits eine günstige bidirektionale AC-Ladestation bestellen und unkompliziert per App am Energiemarkt teilnehmen können. Bei einer intensiven Einbindung bringt dies den Autofahrern erhebliche Ersparnisse ein. „Bei den Durchschnittsfranzosen kommen da 10.000 Kilometer gratis raus“, veranschaulichte Fendt das finanzielle und ökologische Potenzial für den Endkunden - denn mit dem Rückspeisen von Strom aus der E-Auto-Batterie ins Netz können sie Geld verdienen bzw. einen Teil ihrer eigenen Stromkosten zurückerstattet bekommen. The Mobility House Energy startet V2G auch mit Mercedes In Deutschland liegt der Fokus beim Start von V2G stark auf dem Eigenheimsektor, wo Kombinationen aus Photovoltaikanlage, Heimspeicher und E-Auto dominieren. Mithilfe eines intelligenten Heimenergiemanagementsystems (HEMS) lässt sich der Eigenverbrauch signifikant steigern, während das Fahrzeug als flexibler Speicher dient. Fendt verwies hierbei auf neue Kooperationen und Produktlaunches von The Mobility House Energy unter anderem mit Mercedes-Benz und Volkswagen, um die notwendige Hardware-Infrastruktur endlich flächendeckend in den Markt zu bringen. Hinter den Kulissen agieren hochentwickelte Algorithmen, die den Strommarkt untertägig scannen und das Auto als Flexibilitäts-Asset nutzen. Entgegen weitverbreiteter Sorgen spiele die Batteriealterung dabei kaum eine Rolle, da die Fahrzeuge meist als virtuelle Kapazität bereitstehen, ohne physisch stark entladen zu werden. „Das nennt man sogenanntes Asset Back Trading, wo ich viel mehr Trades mache und damit das Energiesystem stabilisiere und die Preise in der Merit Order nach unten bringe“, erklärte der Energie-Experte von The Mobility House Energy. Der größte Bremsklotz für diesen dringend benötigten Wandel ist laut Marcus Fendt jedoch nicht die mangelnde Technik, sondern veraltete und hemmende Regulierung. Er kritisierte jüngste bürokratische Hürden der Bundesnetzagentur scharf, die den Marktzugang unnötig erschweren. Schließlich hatte der im August veröffentlichte Zwischenstand zu MiSpeL („Marktintegration von Speichern und Ladepunkten“) alle Marktteilnehmer aufgeschreckt, die mit V2G kurz- bis mittelfristig ein Geschäft machen wollen. Kurz nach Fendts Vortrag bei electrive LIVE haben sich die Wogen aber geglättet: Wie die am 1. Oktober veröffentlichte MiSpeL-Festlegung zeigt, hat die Bundesnetzagentur kurzerhand auf fast alle Kritikpunkte aus der Branche reagiert und hat die entsprechenden Passagen noch abgeändert wie etwa, dass BiDi-Laden nun doch ohne zweiten Zähler zulässig sein soll. Fendt appelliert an Ehrgeiz in Deutschland Doch vom Exkurs zu MiSpeL zurück zu Marcus Fendts Vortrag bei electrive LIVE: Er forderte konsequente positive Kommunikation ein sowie den Mut, die bestehenden Innovationsbrücken rasch zu beschreiten. „Wir brauchen Kommunikation, Kommunikation und nicht immer Problemkommunikation, sondern die Dinge, die funktionieren“, forderte der Geschäftsführer von The Mobility House Energy und appellierte an den Ehrgeiz des Standorts Deutschland. Zum Abschluss gab Fendt dem Publikum noch eine englische Redewendung als Lebensmotto mit auf den Weg, die perfekt beschreibt, wie groß die Transformation des Energiesystems gedacht werden muss: „If your dreams do not scare you, they are not big enough.“ +++ Folgt uns auch auf +++ LinkedIn:   / electrive   Facebook:   / electrive.net   Instagram:   / electrive   Webseite: https://www.electrive.net/ +++ Angebote von electrive +++ Newsletter: https://www.electrive.net/newsletter/ Jobmarkt: https://www.electrive.net/jobs/