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Du hast JURASSIC PARK falsch verstanden

Anatomy of a Film и Filmtoast

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Du hast JURASSIC PARK falsch verstanden

269 просмотров · 4 дня назад
Anatomy of a Film и Filmtoast
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Jurassic Park – Der Themenpark, der die Natur beherrschen will Jurassic Park ist weit mehr als ein spektakulärer Dinosaurierfilm. Steven Spielbergs Klassiker erzählt von einem Freizeitpark, in dem ausgestorbene Lebewesen wieder zum Leben erweckt werden – und damit von einem Menschheitstraum, der in eine Katastrophe mündet. In dieser Folge von ANATOMY OF A FILM spreche ich mit dem Medienwissenschaftler Jan Koelblin, der sich intensiv mit der Geschichte und Kultur von Themenparks beschäftigt hat. Gemeinsam betrachten wir Jurassic Park deshalb aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Was passiert, wenn ein Themenpark selbst zum Gegenstand eines Films wird? Dabei geht es um die faszinierende Verbindung zwischen Kino und Themenpark. Jan Koelblin zeigt, dass diese Beziehung sogar bis in die frühe Technikgeschichte des Films zurückreicht. Die ersten Filmprojektoren und ihre Funktionsweise erinnern in gewisser Weise an eine Eisenbahn, die auf einer festgelegten Strecke immer wieder im Kreis fährt – ähnlich wie die Bewegungsabläufe und Attraktionen eines Themenparks. Doch Jurassic Park ist auch ein Film über Kolonialismus, Exotisierung und die Aneignung der Natur. Der Milliardär John Hammond, stets elegant in Weiß gekleidet, erscheint zunächst wie ein freundlicher Unternehmer und Visionär. Gleichzeitig erinnert seine Inszenierung an koloniale Vorstellungen: Ein wohlhabender Mann sammelt exotische Lebewesen und präsentiert sie einem zahlenden Publikum. Die Dinosaurier werden zu Ausstellungsobjekten – zu einer Attraktion, die Menschen bestaunen und konsumieren können. Von hier aus führt unsere Analyse zu den historischen Völkerschauen, zu rassistischen Vorstellungen von „Exotik“ und zu der Frage, wie Menschen und Tiere in Ausstellungen zu Objekten des Blicks gemacht werden. Wer darf wen betrachten? Und wer besitzt eigentlich die Macht über das Ausgestellte? Der Dinosaurier wird im Themenpark zum Spektakel – und die Natur selbst zur Ware. Damit wird Jurassic Park auch zu einer Geschichte über Kapitalismus: Ein Unternehmen erschafft etwas, das es anschließend kontrollieren, vermarkten und gewinnbringend ausstellen möchte. Doch die Natur lässt sich nicht vollständig in ein Geschäftsmodell verwandeln. Wir sprechen deshalb über Kino der Attraktionen, die Faszination des Spektakels, die Geschichte der Themenparks und darüber, was Jurassic Park über unser Verhältnis zu Natur, Technik, Kapital und den eigenen Blick verrät. Denn vielleicht ist die entscheidende Frage des Films nicht nur: „Können wir Dinosaurier wieder zum Leben erwecken?“ Sondern: „Was passiert, wenn wir glauben, dass wir alles besitzen und kontrollieren können?“ 🎬 ANATOMY OF A FILM – Filmanalyse zwischen Dramaturgie, Ästhetik, Filmgeschichte und Gesellschaft. Was ist eure Perspektive auf Jurassic Park? Ist der Film für euch vor allem ein Abenteuerfilm – oder steckt darin tatsächlich eine Kritik an Kapitalismus, Kolonialismus und der Vermarktung der Natur? Schreibt es gerne in die Kommentare. #jurassicpark #filmanalyse #kino #stevenspielberg