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Die Maschinen, die das Westfalenstadion bauten (1971–1974)

Vergessene Giganten

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Die Maschinen, die das Westfalenstadion bauten (1971–1974)

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Vergessene Giganten
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Am 6. September 1969 stürmen beim Derby gegen Schalke Zuschauer den Rasen der ausverkauften Roten Erde, und Polizeihunde beißen zwei Schalker Spieler. Vor 39.000 Menschen zeigt sich, dass das alte Stadion zu klein ist für Dortmund. Viereinhalb Jahre später steht direkt daneben ein Stadion für 54.000 Menschen, gebaut in zweieinhalb Jahren für gut die Hälfte des ursprünglich geplanten Preises. Statt eines Ovalstadions für 60 Millionen Mark baute Dortmund ein reines Fußballstadion aus Fertigteilen, Teil für Teil von Kränen gesetzt. Beim Aushub von 50.000 Kubikmetern Boden stießen die Bagger auf rund drei Dutzend Blindgänger aus dem Krieg. Gebaut wurde schon, bevor die FIFA Dortmund überhaupt als WM-Spielort bestätigt hatte, und während der Bauzeit stieg der BVB aus der Bundesliga ab. Bei der Eröffnung am 2. April 1974 verlor der Regionalligist 0:3 gegen Schalke, und in der Halbzeit fiel das Flutlicht aus, weil die Dortmunder Straßenlaternen die Sicherungen überlasteten. Beim späteren Ausbau hob ein Raupenkran Dachträger von je rund 300 Tonnen, und die Südtribüne wurde mit 24.454 Plätzen zur größten Stehplatztribüne Europas. Das ist die Geschichte eines Stadions aus dem Baukasten, gebaut für einen Zweitligisten, das heute mit 81.365 Plätzen das größte Stadion Deutschlands ist. Warst du beim Bau dabei, oder an dem Abend im April 1974, als das Licht ausging? Schreib es in die Kommentare. #Westfalenstadion #SignalIdunaPark #BVB #BorussiaDortmund #Dortmund #WM1974 #RoteErde #Baugeschichte #DeutscheGeschichte #Dokumentation