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Alle dachten, Staufen sinkt. Dabei steigt es bis heute

Mega Bauwerke

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Alle dachten, Staufen sinkt. Dabei steigt es bis heute

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Staufen im Breisgau versinkt nicht. Seit 2007 hebt sich der Boden unter der Altstadt, an den stärksten Stellen um bis zu 65 Zentimeter, und er hebt sich bis heute: knapp ein Millimeter im Monat. Am Anfang hielt man die Risse im frisch renovierten Rathaus für trocknende Farbe und die ersten Messungen für einen Fehler. Was drückt da von unten gegen eine ganze Altstadt? Am Anfang stand keine Katastrophe, sondern ein Antrag für eine ganz gewöhnliche Heizung: sieben Erdwärmesonden für das Rathaus, im September 2007 bis 140 Meter tief gebohrt, geprüft und genehmigt. Wie daraus eine Hebung wurde, warum der Boden nicht zurückgeht und warum er bis heute nicht aufhört, zeigt dieses Video mit den Messwerten des Landesamts für Geologie. Außerdem im Video: eine Genehmigung, die ganz nach Vorschrift lief, zwei Bohrberichte, die sich widersprechen, ein Gestein, das im Labor mit bis zu sieben Megapascal drückt, elf Millimeter Hebung im Monat im Jahr 2008, mehr als siebentausend Liter Zement in einer einzigen Sonde, die Brunnen, die seit 2009 Wasser aus der Tiefe pumpen, anfangs Wasser aus der Eiszeit, Schäden, die vom Schieben kommen und nicht vom Steigen, eine Schlichtung, die in zehn Jahren keinen einzigen Fall vor Gericht brachte, der Fonds über 30 Millionen Euro, ähnliche Fälle in Baden-Württemberg und im elsässischen Lochwiller, die neuen Regeln für Erdwärmebohrungen und offen, was bis heute niemand weiß. Und ganz am Ende: eine Wendung, die kaum jemand kennt. Stand: Herbst 2026. Messwerte nach dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRBwissen, „Schadensfall Staufen", Messung März 2026; Sachstandsberichte 2010 und 2012). Außerdem: Stadt Staufen („Hebungsrisse", Chronologie „15 Jahre Hebungsrisse", Pressemitteilungen des Arbeitskreises Hebungsrisse 2017–2026), Ruch, Wirsing & Teigeler („Wenn der Boden sich hebt", SUBSTANZ 5/2020), LGRBwissen zu weiteren Schadensfällen (Wurmlingen, Schorndorf, Böblingen, Rudersberg), Umweltministerium Baden-Württemberg (Leitlinien Qualitätssicherung Erdwärmesonden, 2018), zu Lochwiller CGEDD (2017), GEODERIS (2014) sowie BRGM und DREAL Grand Est (2018–2023). Presse: Pforzheimer Zeitung (26.09.2014), taz (26.07.2017), ZfK (09.03.2020), Travelbook (01.03.2026). Was der Schaden insgesamt kostet, ist nicht veröffentlicht; die oft genannten „mehr als 50 Millionen Euro" sind eine Schätzung aus der Presse von 2014. Die Bilder sind Illustrationen und Diagramme, keine Fotos aus Staufen. Kapitel: 00:00 Risse im Rathaus 00:58 Worum es geht 01:50 Eine ganz normale Heizung 03:17 Sieben Bohrungen 04:50 Ein Messfehler? 06:14 Unter der Stadt 07:49 Zwei Berichte 08:47 Der Mechanismus 10:00 Die Verschiebung 11:13 Vor Gericht 11:56 Elf Millimeter im Monat 13:10 Die Abwehr 14:28 Der zweite Februar 15:30 Brunnen gegen den Druck 17:33 Der Preis 19:44 Wer bezahlt 20:49 Hat es gereicht? 21:36 Neun Bar 22:19 Der Doppelbrunnen 23:23 Knapp ein Millimeter im Monat 24:24 Nicht nur hier 25:16 Lochwiller 26:25 Die neuen Regeln 27:11 Was man nicht weiß 27:59 Die Antwort 28:36 Die Wendung 29:09 Zurück zum Rathaus Mega Bauwerke — wie Europas größte Bauwerke entstehen, wie sie funktionieren, und was dabei schiefging.