20. Musik und Klimakrise. Das transformative Potenzial künstlerischer Fächer mit Katharina Anzeng...
Didaktik:Dialog
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20. Musik und Klimakrise. Das transformative Potenzial künstlerischer Fächer mit Katharina Anzeng...
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In dieser Folge von Didaktik:Dialog spreche ich mit Katharina Anzengruber (https://www.moz.ac.at/de/personen/mus...) vom Mozarteum in Salzburg. Katharina ist Assistenzprofessorin für Musikpädagogik am Department für Musikpädagogik. Sie hat außerdem viele Jahre an einem BORG und einer Mittelschule in Strasswalchen Musik unterrichtet. Wir sprechen über das Potenzial von Musik und künstlerischen Fächern für den Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Klimakrise.
Katharina erklärt zu Beginn, warum künstlerische Zugänge wie Musik ein transformatives Potenzial haben. Die Fakten zur Klimakrise sind bekannt. Trotzdem erreichen sie oft nicht die emotionale Ebene. Musik und künstlerische Praxen können hier ansetzen. Sie machen Themen anders erfahrbar und schaffen Erfahrungsräume, in denen sich Schüler:innen auch selbst ausdrücken können.
Ein zentraler Aspekt ist die Selbstwirksamkeit. Jugendliche fühlen sich in Bezug auf große Themen wie die Klimakrise oft machtlos. Katharina erzählt, wie Songwriting und experimentelles Komponieren Jugendlichen helfen können, eine Stimme zu bekommen und ihre Sorgen und Ängste auszudrücken. Musik ist für Kinder und Jugendliche ein ganz zentrales Ausdrucksmedium.
An konkreten Beispielen diskutieren wir, wie transformative Lernräume in der Praxis aussehen können. Katharina erzählt von einem Projekt zum Thema Boden, in dem Physik, Biologie, Songwriting und Fotografie zusammengebracht wurden. Und von einem Projekt zu Mobilität, in dem Schüler:innen Field Recordings gemacht und daraus eine Art Zukunftsmusik komponiert haben. Beide Projekte zeigen, wie fächerverbindendes Arbeiten die Komplexität gesellschaftlicher Themen erfahrbar macht.
Außerdem geht es um die Frage, warum fächerverbindendes und projektorientiertes Arbeiten so wichtig ist. Katharina macht deutlich: Die Herausforderungen unserer Zeit sind komplex. Es gibt keine einfachen Lösungen. Umso wichtiger, dass Schule Räume eröffnet, in denen Dinge zusammengedacht und ausprobiert werden können, in denen Prozesse wichtiger sind als Ergebnisse.
Weitere Themen:
• Transformatives Lernen und warum es tiefgreifende Veränderungen von Bedeutungsperspektiven braucht.
• Experimentelles Komponieren und Field Recording als Zugänge im Musikunterricht.
• Projektbasiertes Arbeiten im Schulalltag und wie man trotz Lehrplandruck Räume dafür schafft.
• Fördertöpfe wie der OeAD und wie man als Lehrperson Mittel für künstlerische Projekte akquiriert.
• Warum Musikunterricht auch unabhängig von konkreten Themen Potenziale birgt, out of the box zu denken.
Eine Folge über das transformative Potenzial künstlerischer Fächer. Über Musik als Ausdrucksmedium. Und darüber, warum Jugendliche Erfahrungsräume brauchen, in denen sie sich als selbstwirksam erleben können.
Ressourcen und Links:
• Katharina Anzengruber / Mozarteum Salzburg (https://www.moz.ac.at/de/personen/mus...)
• Elke Zobel, Katharina Anzengruber & Projektteam: Zukunft mit Zukunft. Praxishandbuch zum Projekt “Räume kultureller Demokratie” (https://www.p-art-icipate.net/raeume/...) (Open Access)
• Projekt “Co-CreART. Co-Creating Change” (https://www.moz.ac.at/de/co-creART) mit dem mobilen Lernort Cre-Art-Lab
• musik-klima.de (https://musik-klima.de) – Plattform zu Musik, Klima und Nachhaltigkeit
• OeAD Kulturvermittlung (https://kulturvermittlung.oead.at/de/) – Fördermöglichkeiten für künstlerische Projekte in der Schule